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Mikroplastik

 

Plastikstücke die nicht größer als 5 Millimeter sind werden grundsätzlich als Mikroplastik bezeichnet. 

 

Primäres Mikroplastik ist das Grundmaterial für die Plastikproduktion und wird als winzig kleines Granulat in Kosmetik, Zahnpasta, Peelings, Kleidung usw. gefunden. Diese kleinen, mit den Augen fast nicht sichtbaren, Plastikstücke gelangen über unsere Abflüsse täglich in großen Mengen direkt ins Meer. Der Großteil des Mikroplastiks im Meer sinkt auf den Grund und bildet dort eine Sedimentschicht, auf der kein Leben möglich ist. 

Sekundäres Mikroplastik entsteht durch Degradation von größeren Plastikteilen. Bakterien und Sonneneinstrahlung zersetzten Plastik auf Millimeter kleine Stücke, bis sie kaum noch sichtbar sind. 

 

Mikroplastik sammelt sich nicht nur am Meeresgrund an, sondern auch in Eisbergen in der Arktis und Antarktis in sehr hohen Konzentrationen. Durch die fortschreitende Klimaerwärmung schmelzen die Eisberge in rasantem Tempo und die Millionen Plastikteilchen schwimmen wieder frei in Meer. Treibend im Meer wird es von unzähligen Tieren mit Nahrung verwechselt und Mikroplastik wurde in Seehunden, Fischen, Muscheln, Walen und vielen kleineren Organismen nachgewiesen. Plankton ist eine wichtige Nahrungsgrundlage für viele Meeresbewohner und Mikroplastik ist somit ein Teil der Nahrungskette geworden. Schlussendlich landen diese Tiere auf unseren Tellern, voll mit Mikroplastik. Über gesundheitliche Auswirkungen auf den Menschen weiß man bisher wenig. Krebserregende Wirkung und Schäden in unserem Nerven-, Atmungs-, und Fortpflanzungssystem sind nicht auszuschließen. 

 

Für das Auge unsichtbar, aber trotzdem sind sie da, die Mikroplastikteilchen – und zwar überall. 

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