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Fischfangmethoden

 

·      Grundschleppnetz – Der Bauer pflügt die Ernte, die Fischerei pflügt die Meere. Diese Netze kann man sich wie riesige Tüten, die in Tiefen bis zu 4000 Meter über den Grund gezogen werden, vorstellen. Sie besitzen seitlich Pflüge aus Holz oder Stahl, die den Meeresboden aufwirbeln und alles einsammeln oder zerstören was in die Quere kommt. Das obere Ende des Netzes wird mit Schwimmern offengehalten, Gewichte beschweren den unteren Teil und hält das Netz am Boden.

 

·      Pelagisches Schleppnetz – Dieses Netz ist ähnlich aufgebaut wie das Grundschleppnetz und wird in Wassertiefen von 50 – 600 Meter eingesetzt. Die Netze werden von einem oder mehreren Booten durch das Wasser gezogen und sammeln bis zu 500 Tonnen Fisch und Beifang ein. 

 

·     Ringwade – Können bis zu 2000 Meter lang und 200 Meter hoch sein und werden ringförmig um Fischschwärme, die zuvor mit Sonar oder dergleichen aufgespürt werden, gelegt. Sind die Fische im Netz wird es zugezogen und es gibt kein Entkommen mehr. Oft werden diese Netze viel zu schnell eingeholt – viele Tiere platzen dabei förmlich von innen. 

 

 

·     Treibnetze – Senkrecht schwimmende Netztücher, die wie der Name schon verrät durch die Meere treiben. Diese Netze können über 100 Kilometer lang sein und sind seit 1992 eigentlich weltweit verboten. Treibnetze sind jedoch noch immer und trotz des Verbotes in der illegalen Piratenfischerei sehr beliebt. Seit Ende 2006 erlaubt die EU sogenannte Schwebenetze (unbefestigte Stellnetze), was von vielen Meeresschutzorganisationen als Wiedereinführung der Treibnetzfischerei angesehen wird. 

 

 

·     Langleine – bestehen aus einer Hauptleine (entweder an der Oberfläche oder am Grund treibend) und unzähligen Nebenleinen an denen Köderhaken befestigt sind. Diese Leinen können bis zu 100 Kilometer lang und mit mehr als 20.000 Köderhaken versehen sein.  

 

 

·     Pelagische Stellnetze oder Bodenstellnetze – Netzwände die entweder am Grund (fest verankert) oder hängend in gewünschter Tiefe festgemacht werden. Diese Netze können bis zu 15 Meter hoch und 15 Kilometer lang sein. Durch die lange Standzeit leiden gefangene und verwickelte Fische lange und verenden qualvoll. 

 

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